Der Schornsteinfeger: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

Innung Köln

Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein.

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Abnahmeverfahren

Abnahmeverfahren bei der Neuerrichtung



Gut, dass es ein Abnahmeverfahren bei der Neuerrichtung von Feuerstätten an vorhandene Schornsteine gibt.

Mancher Bürger glaubt, es sei nicht notwendig eine erneute Abnahme vor Inbetriebnahme des neuen Ofens vom Schornsteinfeger durchführen zu lassen, wenn der Schornstein vor Jahren im Neubau errichtet wurde und dann abgenommen sei. Nachfolgendes Beispiel zeigt deutlich wie wichtig eine solche Abnahme ist.

War der Schornstein bisher unbenutzt und an der Schornsteinmündung mit einer Meidinger-Scheibe gegen Witterungseinflüsse versehen, so hatte man zusätzlich diesen Schornsteinzug mittels Plastikfolie abgedichtet.

Im Januar 2002 wurde ein Kaminofen gekauft und vom "Fachmann" an diesen Schornstein angeschlossen

Da der Kaminofen am gleichen Tag in Betrieb genommen wurde, bekam der Betreiber nur rote Augen vor lauter Rauch, denn die Rauchgase wurden nicht über den Schornstein abgeführt, sondern traten in den Aufstellraum aus. Daraufhin stellte der Eigentümer seine Dunstabzugshaube, welche nicht mit dem Fenster verriegelt war an, um die Abgase u. Rauchgase aus seinem Gebäude zu vertreiben.

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Von der Schornsteinsohle hatte der Kaminbauer den Schornstein abgespiegelt, da er sich nicht auf das Dach wagte, konnte jedoch nicht feststellen, dass der Schornstein an seiner Mündung mit einer durchsichtigen Plastikfolie und einem Klemmring verschlossen war. Ein Licht hatte er auf dem Spiegel erkannt und er war in dem Glauben der Schornstein ist frei.

Daraus folgert der Fachmann:
Ein "Abspiegeln" ist immer ungenügend und gefährlich.

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Zum Glück hatte der Rauchaustritt am Ofen den Betreiber auf den Mangel an seiner neuen Feuerungsanlage aufmerksam gemacht. Dieser hatte dann doch den Schornsteinfeger gerufen, der diesen Mangel erkannte und beseitigte. Doch was hätte passieren können, wenn es sich anstatt einer Feuerstätte für feste Brennstoffe, um eine Gasfeuerstätte gehandelt hätte, deren Abgase kaum wahrnehmbar sind.

Kohlenmonoxid -CO- ist ein gasförmiger Stoff im Rauch- oder Abgas, welches vom menschlichen Körper 7-8-mal schneller aufgenommen wird, als der Sauerstoff der Luft und dazu vollkommen geruchs- und geschmacklos ist.

Deshalb gilt der Schornsteinfeger als Glückbringer, weil er dazu beiträgt Brände und derartige Unglücksfälle weitgehend zu vermeiden.

Der Übeltäter mit typisch, verrußter Türscheibe

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Zum Glück gibt,s den Schornsteinfeger


Energiesparverordnung

Fragen zur Energieeinsparverordnung und die Umsetzung unter Berücksichtigung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes


Sieht Ihr Heizkessel diesem ähnlich? Dann ist es kein Niedertemperatur oder Brennwertkessel. Auch wenn die von Ihrem Schornsteinfeger gemessenen Abgasverlustgrenzwerte nach 1. BImSchV bisher eingehalten wurden, müssen Sie folgendes bedenken. Sind neue Fenster eingebaut oder andere Wärmedämmungen am Gebäude vorgenommen worden, ist ein Heizkessel dieser Art von der Leistung her viel zu groß. Bei diesen Heizungsanlagen geht Energie an Bereitschaftsverlusten, Strahlungsverlusten und Rohrleitungsverlusten verloren, die bei neuen Heizungsanlagen wesentlich geringer sind. Denken Sie bitte auch an Umweltschutz und Energieeinsparung.

Was sagt der Gesetzgeber?
Eigentümer von Gebäuden müssen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 01.10.1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, bis zum 31.12.2006 außer Betrieb nehmen. Werden Abgasverlustgrenzwerte ( bis 25 KW max. 11%, 25 KW bis 50 KW max. 10%, über 50 KW max. 9% ) nicht überschritten, oder wurde der Brenner nach dem 01.11.1996 erneuert, verlängert sich die Frist bis zum 31.12.2008. Danach muss der Heizkessel, auch bei Einhaltung der Abgasverlustgrenzwerte, ausgetauscht werden.

Ausnahme:
Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, wenn nach dem 01.02.2002 eine der Eigentümer selbst bewohnt, muss der Kesselaustausch nur bei Eigentümerwechsel erfolgen. Der Schornsteinfeger überwacht oben genannte Fristen in Verbindung mit Ihrer Heizungsanlage und muss bei Fristüberschreitung der Bauaufsichtsbehörde melden. Unsere Empfehlung! Der Umwelt und Ihrem Geldbeutel zu liebe erneuern Sie bei Bedarf jetzt Ihre Heizungsanlage.

Sprechen Sie Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister an, oder informieren Sie sich bei uns.

Die EnEV als PDF


EnEV kurz gefasst
Zustand / BedingungAnlagenaustausch
Kessel vor 1.10.78bis 1.12.2006 raus
Kessel vor 1.10.78 und
neuer Brenner nach 1.11.96
bis 31.12.2008 raus
Ausnahme:
nicht mehr als zwei Wohneinheiten
und eine vom Eigentümer bewohnt
erst nach Eigentümerwechsel Kessel raus


Brandschaden

Auszug aus einem Schreiben der "Schornsteinfeger-Innung Köln" an den "Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks NRW".

Bei einer Abnahme durch den Schornsteinfeger wäre das nicht passiert!


Da heulten die Sirenen um 22:30 Uhr am 11.März 2001 in Bergisch-Gladbach. Ein simpler Kaminbrand lautete die erste Feststellung des Löschgruppenführers. Doch recht erstaunt waren die Feuerwehrleute, als sie statt brennendem Ruß nur eine brennende Plastikmasse von der Schornsteinsohle entfernen mussten.

Was konnte hier die Brandursache sein?
Vor einigen Wochen, so stellte der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister später fest, hatte der Installateur eine neue CE-gekennzeichnete Fröling RendaCOLOR-Brennwertfeuerstätte in raumluftunabhängiger Betriebsweise errichtet und die dazugehörige, vom Hersteller mitgelieferte Centrotherm-Kunststoffabgasleitung in einen, scheinbar unbenutzten Schornstein eingebaut.

Tatsächlich war an diesem dreischaligen Schornstein, mit einem lichten Querschnitt von 15 x 20 cm ein offener Kamin angeschlossen der auch in diesen gemütlichen Abendstunden genutzt wurde.

Hätte der Installateur gemäß Ziffer 6.1 der DVGW-TRGI 86/96 sich über die Ausführung der Abgasanlage mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister in Verbindung gesetzt, wäre mit Sicherheit dieser Schaden nicht entstanden.

Somit wurde am Unglückstag von der raumluftunabhängigen Brennwertfeuerstätte Rauchgas anstelle der Verbrennungsluft angesaugt.

Leider ist gemäß der Verwaltungsvorschrift zur Landesbauordnung NRW eine Abnahme des Bezirksschornsteinfegermeisters in den Fällen nicht vorgesehen, wo Feuerstätten und Abgasleitung gemeinsam geprüft sind.

Ziffer 43.7 VwV NRW:
"Werden Feuerstätten und Abgasleitungen mit CE-Kennzeichnung, die nach den zugehörigen Konformitätsnachweisen miteinander verwendbar sind (siehe Nr. 43.1), errichtet, sind die ordnungsgemäße Beschaffenheit und Eignung der Abgasleitungen für den Anwendungsfall nach den gemeinschaftsrechtlichen Maßstäben bereits abschließend festgestellt. Eine Bescheinigung des Bezirksschornsteinfegermeisters nach § 43 Abs. 7 ist dafür nicht erforderlich."


Nachfolgende Bilder veranschaulichen den Rest der noch vorgefundenen "zertifizierten und mit CE-Kennzeichen" ausgestatteten Abgasleitung.

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Fröling-Brennwertfeuerstätte mit Anschlussöffnung an Schornstein

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Die demontierte Luft-Abgasleitung nach dem Brand mit Brandresten

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Reste der CE-geprüften Centrotherm-Abgasleitung im AZ-Rohr

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Der als Schacht der Abgasleitung verwendete Rauchschornstein mit Resten der Kunststoffabgasleitung

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Ausgelaufener Kunststoff an der Schornsteinsohle

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Der am Schornstein angeschlossene offene Kamin

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Der verbliebene Rest


Zusammenfassung:
Unterlägen derartige Abgassysteme, Luftabgasleitung und senkrechte Dachdurchführungen wie Schornsteine einer Abnahmepflicht gemäß § 43 Abs. 7 der Landesbauordnung NRW würden Schäden wie im vorliegenden Fall mit Sicherheit vermieden !


Dachstuhlbrand

... in Zweifamilienhaus

Bei einem Dachstuhlbrand in einem Zweifamilienhaus ist in der Nacht ein Sachschaden von rund 350.000 Euro entstanden. Brandursache war nach ersten Ermittlungen ein überhitzter, offener Kamin. Verletzt wurde niemand. Der Löschzug Kempen und die Löschgruppe Unterweiden unterstützen die Löscharbeiten.


Gegen 01.20 Uhr wurde der Löschzug St. Hubert zu einem Wohnungsbrand gerufen. Beim Eintreffen war das Wohnhaus bereits stark verraucht. Mehrere Trupps versuchten das Feuer im Innenangriff zu bekämpfen, dabei machte die enorme Hitze den Einsatzkräften zu schaffen. Im Dachstuhl entwickelte sich das Feuer schnell zum Vollbrand. Von der Drehleiter aus wurde das Dach geöffnet und das Feuer mit einem Wenderohr bekämpft. Temperaturen von ca. minus 7 Grad erschwerten die Löscharbeiten und verwandelte die Einsatzstelle in eine gefährliche Eisfläche. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden.

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Natürlich Holz

Zukunftssicher und effizient heizen ? mit Holz als Brennstoff
Was eigentlich für Holz als Brennstoff spricht


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Jeder, der einmal ein Kaminfeuer oder einen Holzofen erlebt hat, kennt die schöne Wärme und Behaglichkeit, die davon ausgeht. Nicht umsonst erfreuen sich Ferienhäuser mit Holzöfen besonderer Beliebtheit. Es geht doch nichts über die gemütliche Atmosphäre und den beruhigenden Anblick eines Holzfeuers!

Allerdings würde es der Sache nicht gerecht, allein den romantischen Aspekt der Holzfeuerung zu betrachten. Heutzutage entsprechen Holzfeuerungsanlagen sowie Einzelfeuerstätten den modernsten heiztechnischen und energetischen Anforderungen, je nach Bedarf und Geschmack, stehen unterschiedliche Technologien und Ausführungen zur Verfügung. Das Angebot reicht von komfortablen, automatischen Zentralheizungen bis zu Kaminöfen, die mit eigens gehacktem Holz bestückt werden.

Diese Informationen zur Auswahl und Verfügbarkeit von Holz, zu Feuerstätten und zum richtigen Heizen sowie Informationen zu Preisen sind in der Broschüre enthalten. Die Broschüre wurde unter Mitarbeit des ZIV in einer begleitenden Projektgruppe erstellt und kann in weiteren Exemplaren über das Internet oder unter der Bestell-Nr. H 076 schriftlich per Post oder Fax bei:

Holzabsatzfonds, Versandservice
Postfach 1111
33759 Versmold
Bestell-Fax 0 52 41 / 8 04 18 92
bestellt werden.

Die Broschüre kann auch unter www.infoholz.de bestellt werden

Die Broschüre als PDF


Feuerstätten für feste Brennstoffe

... voll im Trend

Das flackernde Feuer von Holz/Holzbriketts und Braunkohlenbriketts in einem Kaminofen oder Heizkamin fasziniert. Strahlungswärme und natürliche Lüftung schaffen ein angenehmes Raumklima. Während der kühlen Jahreszeit stillt ein Kachelofen die Sehnsucht nach der gemütlichen und wohligen Wärme. Die Brennstoffkosten für Heizöl, Erdgas und andere Energiearten sind teilweise um das Doppelte gestiegen. Richtig erfahren wird man es im nächsten Jahr, wenn die Heizkostenabrechnungen ins Haus stehen. Die Energievorräte sind begrenzt. Der nachwachsende Brennstoff Holz schont die Energieressourcen. Das bei der Verbrennung erzeugte Kohlendioxid wird von den Pflanzen wieder aus der Luft entfernt und in anderer Form im Holz gespeichert. Ein idealer Kreislauf. Bereits mehr als 6 Mio. Besitzer haben sich für den Einbau von Kachel-/Kaminöfen und Heizkaminen entschieden.

Planung ist der erste Schritt
Die Anschaffung einer modernen Feuerstatte sollte gut vorbereitet werden, denn solche Geräte sollen für viele Jahre das Heim verschönern, behagliche Wärme liefern und Heizkosten sparen. Kaum ein anderer Einrichtungsgegenstand verändert die heimische Wohnkultur wie ein Kachelofen, Kaminofen oder Heizkamin. Bevor man sich mit dem Design einer Feuerstätte beschäftigt und die umfangreichen Kataloge der Hersteller sichtet, sollte man sich folgende Fragen beantworten:

Warum eine neue Feuerstätte?
Sind in der Wohnung Feuerstätten für feste Brennstoffe vorhanden?
Soll ein altes gegen ein neues Gerät ersetzt werden?
Wird eine Zentral- oder Etagenheizung genutzt und soll eine zusätzlich Feuerstätte angeschafft werden?
Vor dem Erwerb einer modernen Feuerstätte sollte mit dem zuständigen Schornsteinfeger Kontakt aufgenommen werden. Er kann aufgrund der technischen Daten der Feuerstätte sagen, ob ein bereits vorhandener Schornstein für den Anschluss der Feuerstätte geeignet ist oder ein neuer Schornstein geplant werden muß. Beim Einbau in Mietwohnungen, muß der Eigentümer zustimmen.

Darf eine Festbrennstoff-Feuerstätte in dem Wohngebiet betrieben werden? Man sollte sich frühzeitig erkundigen, ob eine Feuerstätte für feste Brennstoffe im Haus oder der Wohnung betrieben werden darf, oder ob mit eventuellen Einschränkungen gerechnet werden muß. Auskunft geben kann der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister bzw. die zuständigen Behörde (z. B. Bauamt) der Gemeinde/Stadt.

Was tun, wenn bestimmte Brennstoffe nicht eingesetzt werden dürfen?
Häufig wird der Umweltschutz für sogenannte Verbrennungsverbote herangezogen. Feste Brennstoffe können genauso umweltverträglich eingesetzt werden, wie andere Heizenergien. Der Umweltschutz kann deshalb nicht als Begründung herangezogen werden, den Einsatz von Festbrennstoffen pauschal zu reglementieren oder gar zu verbieten.

Besteht ein Verbrennungsverbot gibt es die Möglichkeiten:
1. Befragen von Vertretern des Gemeinde- bzw. Stadtrat über diesbezügliche Einschränkungen und bitten um Erläuterungen.
2. Kontakt zu einem Festbrennstoffbeauftragten des Deutschen Braunkohlen-lndustrie-Vereins (DEBRIV) bzw. des Deutschen Brennstoff- und Mineralölhandels, der Iniitiative Pro Schornstein, dem Bez.- Schornsteinfegermeister kann klären, ob Einschränkungen zulässig sind.

Wo kann man moderne Feuerstätte kaufen und wer baut sie ein?
Feuerstätten für feste Brennstoffe gibt es beim Kachelofenbauer, in Kaminstudios, beim Fachhandel und in Baumärkten. Die Auswahl ist groß - ob klassisch, rustikal oder elegant - für jeden Geschmack und jede Preisklasse gibt es Feuerstätten. Grundsätzlich sollt nur eine Feuerstätte mit Ü-Zeichen erworben werden. Dieses Zeichen sagt aus, dass dieFeuerstätte den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Aber: Der Selbsteinbau gehört zu den anspruchsvollen "Do it yourself-Arbeiten" und erfordert spezielle Kenntnisse. Sonst können beim Betrieb oder der Abnahme Probleme auftreten. Der Einbau bzw. die Aufstellung einer Feuerstätte sollte deshalb durch den Fachbetrieb erfolgen. In einigen Bundesländern ist es notwendig, diese fachgerechte Aufstellung des Gerätes bestätigen zu lassen. Fragen hierzu kann der zuständige Schornsteinfeger oder Fachbetrieb beantworten.

Welches Gerät ist das Richtige?
Soll die Feuerstätte als Zweitheizgerät neben Ihrer Zentral- oder Etagenheizung genutz werden oder als Hauptheizgerät? Bei der Nutzung als Zweitheizgerät steht die Behaglichkeit und das Feuererlebnis im Vordergrund. Bei der Verwendung als Vollheizung sollte eine exakte Wärmebedarfsrechnung erstellt werden. Als Anhalt kann ein Wärmebedarf von 0,1 bis 0,15 Kilowatt pro Quadratmeter zu beheizender Wohnfläche gelten. Je nach Gerätegröße ist das Gewicht und damit auch die Statik des Hauses zu beachten. Darüber hinaus muss festgelegt werden, wo das Ofenrohr installiert wird. Soll die Feuerstätte mit Braunkohlenbriketts beheizt werden, sollte die Feuerstätte über einen Rost verfügen, der auch die Verbrennung von Holz positiv beeinflussen kann.

Welche Brennstoffe sind geeignet?
Bevor das Gerät in Betrieb genommen wird, unbedingt die Bedienungsanleitung der Feuerstätte lesen. Es dürfen nur geeignete Brennstoffe wie z. B. naturbelassenes stückiges trockenes Holz, Holzbriketts und Braunkohlenbriketts eingesetzt werden. Die Feuerstätte für Festbrennstoffe ist keine Müllverbrennungsanlage. Abfälle, Plastik, Pappen, feuchtes Holz, behandeltes Holz (gestrichen, lackiert, imprägniert), Spanplatten usw. dürfen nicht verbrannt werden. Verbrennen von ungeeigneten Stoffen führt zu erheblichen Belästigungen, verbunden mit Nachbarschaftsbeschwerden. Nur Umweltmuffel tun so etwas. Dadurch sind viele Vorurteile gegen Festbrennstoffe entstanden. Darüber hinaus schadet der Einsatz von ungeeigneten Brennstoffen der Feuerstätte und dem Schornstein.

Wie wird die Feuerstätte richtig bedient?
Praktizierter Umweltschutz ist nicht nur eine Frage der Umweltverträglichkeit des Brennstoffs und des modernen Heizgerätes. Zur Vermeidung unnötiger Emissionen gehören:
- richtiger Brennstoff
- richtige Feuerstätte und Schornstein
- richtige Handhabung.


Bei richtiger Bedienung der Heizgeräte können die Schadstoffe bei der Verbrennung von hochwertigen Briketts aus Braunkohle und Holz deutlich gesenkt werden. Auch wieder zunächst die wichtigste Empfehlung: Unbedingt die Bedienungsanleitung des Heizgerätes beachten, und nur geeignete Brennstoffe einsetzen!

So sollte mit Braunkohlenbriketts und Holz/Holzbriketts geheizt werden:
Feuer anzünden
Geeignete Anzünder, eine ausreichende Menge dünnes Anzündholz, ein paar Braunkohlenbriketts bzw. Holzscheite/ Holzbriketts auf den sauberen Rost legen. Die Luftregler/-schieber in Anzündstellung bringen, Anzünden und schließen der Feuerraumtür. Wenn der Brennstoff vollständig überzündet hat, Luftregler/schieber auf die gewünschte Leistungsstufe gemäß Bedienungsanleitung stellen.

Heizbetrieb
Nach der Anzündphase entsteht ein Glutbett. Für den Heizbetrieb Asche abrütteln der Asche bzw. schüren das Glutbett. Ein paar Braunkohlenbriketts bzw. Holzscheite/ Holzbriketts auf die Glut und Luftregler/-schieber auf Anzündstellung stellen. Wenn der Brennstoff überzündet hat, die Luftregler/-schieber auf die gewünschte Wärmeabgabe einstellen. Es ist zu beachten, dass Holz und Briketts in der Anfangsphase immer mit sichtbarer Flamme abbrennen. Nur dann kann der volle Wärmeinhalt genutzt werden. Es kommt nicht zu umweltbelastenden Schwelprozessen.

Zum Schluss
Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart 5-7 % Heizenergie. Um Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen, sollte man nur so viel Brennstoff auflegen wie gerade nötig. Die Feuerstätten sowie die Verbindungsstücke zum Schornstein sollten regelmäßig von einem Fachmann gewartet werden. Eine mangelhafte Wartung bringt Leistungsverluste, die letztlich unnötige Emissionen bewirken.

Wie oft darf eine Festbrennstoff-Feuerstätte betrieben werden?
Kann die Feuerstätte bestimmungsgemäß offen betrieben werden, d.h. mit offenem Feuerraum bzw. mit offener Feuerraumtür, dann darf die Feuerstätte nur gelegentlich genutzt werden. Wird Ihre Feuerstätte bestimmungsgemäß nur geschlossen betrieben (z. B. Kachelöfen) oder hat Ihr Gerät selbstschließende Feuerraumtüren, dann besteht keine zeitliche Nutzungsbeschränkung.

Welche Brandschutzbestimmungen gelten?
Die bei der Installation zu beächtenden Schutzmaßnahmen sind abhängig von der Art der Feuerstätte. Detaillierte Hinweise gibt der Hersteller in seiner Aufstellanleitung. Diese sind unbedingt zu beachten. Ziehen Sie den Schornsteinfegerzu Rate.

Wie ist es mit der nötigen Verbrennungsluft?
Der Schornsteinfeger oder der Fachbetrieb, gibt Auskunft ob eine ausreichende Verbrennungs luftzufuhr gewährleistet ist.

Ist der Schornstein für die Festbrennstoff-Feuerstätte geeignet?
Der zuständigen Bez.Schornsteinfegermeister bestätigt, ob der Schornstein für den Betrieb der Festbrennstoff- Feuerstätte geeignet ist. Die Verbindung der Feuerstätte zum Schornstein sollte von einem Fachmann ausgeführt werden.

Wie oft soll Gerät und Schornstein gereinigt werden?
Kehrordnungen der Länder enthalten Kehrfristen von einmal bis dreimal jährlich Auskunft gibt der zuständige Schornsteinfeger. Feuerstätten und Ofenrohre werden entweder vom Betreiber' einem Fachbetrieb oder dem Schornsteinfeger gereinigt. Funktionsstörungen haben häufig ihre Ursache in verschmutzten und verrussten Feuerstätten und Ofenrohren.

Welche Festbrennstoffe werden empfohlen?
Es werden Braunkohlenbriketts' naturbelassenes stückiges trockenes Holz und Holzbriketts empfohlen. Das Braunkohlenbrikett ist seit vielen Jahrzehnten ein traditioneller und bewährter Brennstoff. Rohstoff- und produktionsbedingt weisen Braunkohlenbriketts eine definierte und konstante Qualität auf.

Wo kann ich Braunkohlenbriketts und Scheitholz kaufen?
Braunkohlenbriketts und Scheitholz/Holzbriketts können Sie beim örtlichen Brennstoff-Fachhandel kaufen und auch bringen lassen. Des weiteren werden Festbrennstoffe in Bau-und Verbrauchermärkten angeboten. Lieferantenadressen finden Sie in den "Gelben Seiten`` oder erhalten Sie bei den Brennstoffvertriebsgesellschaften.

Wie lagere ich die Brennstoffe richtig?
Braunkohlenbriketts sollten in Räumen, z. B. im Keller oder in der Garage, zumindest überdacht gelagert werden. Gebündelte und verpackte Briketts erleichtern Ihnen den Transport und die Lagerung.

Frisch geschlagenes Holz mussan einer belüfteten, möglichst sonnigen Stelle regengeschützt gestapelt und ca. 2 Jahre getrocknet werden. Nur trockenes Holz kann in einem belüfteten Keller aufbewahrt werden.

Generell gilt:
Bei der Lagerung fester Brennstoffe ist jeglicher Umgang mit offenem Feuer unbedingt zu unterlassen. Sie sollten nicht in unmittelbarer Nähe von Wärmequellen und leicht entflammbaren Stoffen lagern.


Richtig heizen mit Holz

Kamine und Kachelöfen sind attraktive Wärmespender für kalte Wintertage und Holz ein Brennstoff, der bei der Natur keine Schulden macht, wenn er richtig eingesetzt wird.

Das bei der Verbrennung freiwerdende CO2 (Kohlendioxid), holt sich der Baum wieder aus der Luft und baut es erneut zu Holz um.

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Doch bevor das Feuer brennt, sind eine Vielzahl technischer Voraussetzungen zu erfüllen und gesetzliche Regelungen zu beachten. Kachelöfen und Kamine unterliegen nämlich den Vorschriften der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen. (1. BimSchV).

Die Verordnung bestimmt zugelassene Brennstoffe und stellt strengere Anforderungen an die technische Ausstattung der Anlagen.

Der Umwelt zuliebe und gesetzestreu handelt nur derjenige, der diese Regelungen beachtet.



Holz als Energiequelle

Holz ist ein besonders wertvoller Energieträger, 1 Raummeter trockenes Laubholz (ca. 450 kg) entspricht einem Heizwert von 2100 kWh = 210 l Heizöl =262 kg Kohle

In den kleinen Feuerstätten mit einer Nennwärmeleistung bis 15 kW darf Holz nur als Stückholz im naturbelassenen und lufttrockenen Zustand verfeuert werden.

Naturbelassenes Stückholz sind beispielsweise Scheitholz, Hackschnitzel sowie Reisig und Zapfen.

Nicht zulässig ist das Verheizen von Holz, das gestrichen, lackiert oder beschichtet ist. Außerdem dürfen Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz nicht verbrannt werden.


Wann ist Holz lufttrocken?

Holz im lufttrockenen Zustand hat einen Wassergehalt von 20 - 25 %. Um diesen Zustand zu erreichen, werden je nach Holzart Lagerzeiten von mindestens 12 bis 30 Monaten benötigt:

Tanne, Pappel: 12 Monate
Linde, Weide, Fichte, Kiefer, Birke: 18 Monate
Obstbäume, Buche: 24 Monate
Eiche: 30 Monate

Verfeuern Sie also keinen Weihnachtsbaum, wenn dieser nach den Festtagen "ausgedient" hat.


Warum kein feuchtes Holz?

Das Verbrennen von feuchtem Holz ist nicht nur unwirtschaftlich, sondern es führt auch zu Beeinträchtigungen von Umwelt und Nachbarschaft.

Das im Holz enthaltene Wasser muss bei der Verbrennung verdampft werden. Da zum Wasserverdampfen viel Energie notwendig ist, geht mit steigendem Wassergehalt des Holzes immer mehr Energie verloren.

Beispiel:
Holz, lufttrocken
Restfeuchte - bis 20%
Heizwert - ca. 5,0 kW/kg


Holz, frisch
Restfeuchte - 60%
Heizwert - ca. 2,6 kW/kg


Das bedeutet, dass für die gleiche Heizleistung fast die doppelte Menge Holz benötigt wird.

Außerdem wird durch den hohen Wassergehalt die Verbrennungstemperatur herabgesetzt. Verstärkte Ruß- und Teerbildung, Gefahr der Schornsteinversottung und starke Zunahme schädlicher Emissionen sowie Rauch und Rußbelästigungen sind die Folge.


So wird Holz richtig gelagert ...

Eine trockene Lagerung und gute Lüftung des Heizholzes ist wichtig.

Bei Häusern mit seitlich offenen Dächern kann Brennholz gut im Freien gestapelt werden. Das Dach muss so weit vorgezogen sein, dass das Holz auch bei Schlagregen nicht wieder nass wird. Je besser der Holzstapel durchlüftet wird, umso rascher trocknet das Holz. Auf keinen Fall darf es rundum mit Plastikplanen abgedeckt werden; frisches Heizholz kann darunter nicht trocknen.

Wird Holz in einem geschlossenen Raum (Keller, Garage) gelagert, muss ein dauernder Luftaustausch gewährleistet sein.

Lagern Sie Holz nicht in der Nähe von Feuerquellen. Legen Sie nur soviel Holz in die Nähe des Kamins oder Kachelofens, wie es der tägliche Bedarf erfordert. Schaffen Sie keine Feuerbrücken und versperren Sie keine Rettungswege durch die Lagerung von Holz.

Und so vermeidet man unnötige Umweltbeeinträchtigungen und Nachbarbeschwerden:

Erfahrungen zeigen, dass ein Holzfeuer auch gefährliche Stoffe ausstoßen kann.

Ursache ist stets eine nicht vollständige Verbrennung der Holzgase. Dafür können folgende Umstände verantwortlich sein:
- eine zu niedrige Verbrennungstemperatur, z.B. weil das Holz zu feucht ist;
- eine unzureichende Luftzufuhr;
- ein ungeeigneter Ofen.


Die Skala der dann entstehenden Substanzen reicht von Kohlenmonoxid, Essigsäure, Phenolen, Methanolen, Formaldehyd, weiteren Kohlenwasserstoffen bis hin zu Ruß. Diese Stoffe sind teilweise giftig. Ihre Entstehung lässt sich aber weitgehend vermeiden.

Für einen möglichst geringen Schadstoffauswurf ist bei der Verwendung von Holz wichtig, nicht zu dicke Holzscheite zu verfeuern. Sie zünden schlecht und verbrennen schwer (Rauchentwicklung).

Rundholz sollte mindestens 1x gespalten werden.

Die Anheizphase, bei der in besonderem Maße Zersetzungsprodukte auftreten, muss durch die Verwendung von Kleinholz möglichst schnell durchlaufen werden, um rasch hohe Temperaturen zu erreichen.

Eine vollständige Verbrennung findet bei Temperaturen von ca. 600 °C statt, die ist bei gut konstruierten Feuerstätten gewährleistet.

Besonders schädlich wirkt sich eine Drosselung der Luftzufuhr während der Anheizphase aus. Es kann so zu einem Schwelbrand kommen. Auf diese Weise werden große Teile der Holzsubstanz ohne Wärmegewinn und damit nutzlos ausgetrieben und unverbrannt in die Umwelt abgegeben.


Und zum Schluss noch zwei wichtige Hinweise:
Kamine und Kachelöfen sind keine Abfallentsorgungsanlagen!
Müll gehört deshalb in die Mülltonne und nicht in den Kamin oder Ofen.
Wer Abfall verbrennt, schädigt nicht nur seine Umwelt, sondern macht sich strafbar.


Betriebszeiten:
Offene Kamine dürfen nach der Kleinfeuerungsanlagenverordnung nur gelegentlich betrieben werden, d.h., dass offene Kamine nicht regelmäßig und nicht überwiegend zur Wohnraumbeheizung eingesetzt werden dürfen.

Sollten Sie noch Fragen haben, können sie sich an Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister wenden.


Alternative Heizmöglichkeiten

Sie suchen nach alternativen Heizmöglichkeiten
Ihr Schornsteinfeger hilft Ihnen dabei!


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Die Bundesregierung verteuert Energie! Erhöhung der Erdgassteuer um 60%, dies sind Schlagwörter zum Jahresende 2002. Dabei haben viele Bürger eigenen Wald oder Holzbesitz.

Hier hilft ein Kaminofen, der bei sinnvoller Verwendung, Energie und Geld sparen kann und dies, ohne unsere Umwelt unnötig zu belasten.




Glücklich können Sie sein, wenn beim Neubau des Hauses ein zusätzlicher Schornstein eingebaut wurde.


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Sie haben keinen Schornstein?

Auch hier kann Ihnen geholfen werden!
Im Fachhandel und in vielen Baumärkten erhält man moderne Edelstahlrohre die leicht montierbar sind. Diese Bauart kann vielfach direkt auf die Außenwand montiert werden und benötigt keinen frostsicheren Unterbau. Auch Formsteine aus Ziegelsplittbeton nach DIN 18150 sind zugelassen und können problemlos mit 25cm hohen Steinen, auf einem frostsicheren Fundament z.B. an der Gebäudeaußenseite, errichtet werden.

Dreischalige Schornsteine mit Keramik Innerohren, Mantelsteinen und einer Isolierschicht sind ebenfalls leicht nach Einbauanleitung der Hersteller zu errichten. Der Innendurchmesser sollte bei Holzfeuerung zwischen 18 und 20 cm liegen.

Mindestschornsteinhöhen über Dach müssen wie rechts abgebildet eingehalten werden.


Einwandige Ofenrohre, die an oder durch brennbare Bauteile geführt werden, müssen mind. 40 cm von diesen entfernt oder zusätzlich isoliert sein.

Doch bevor Sie beginnen, denken Sie auch an den Nachbarschaftsschutz und sprechen Sie in jedem Falle mit Ihrem Bezirksschornsteinfegermeister

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Offene Kamine

Als offene Kamine im Sinne der Verordnung sind nicht nur die klassischen offenen Kamine, sondern auch solche, bei denen der Betrieb sowohl offen als auch mit geschlossener Feuerraumtüre möglich ist anzusehen.

Zitat "Dies gilt auch für sonstige Feuerstätten für feste Brennstoffe, die sowohl mit geschlossenem als auch mit offenem Feuerraum betrieben werden können. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Kaminöfen. Feuerstätten für feste Brennstoffe, die zwar in der Bauart dem klassischen offenen Kamin entsprechen, bei denen aber durch die Konstruktion sichergestellt ist, dass der Feuerraum außerhalb des Beschickungsvorgangs stets geschlossen ist (z.B. mittels selbstschließender Feuerraumtür), sind keine offenen Kamine im Sinne der Kleinfeuerungsanlagen - Verordnung."

Kaminöfen der Bauart 1 entsprechend DIN 18891 sind keine offenen Kamine im Sinne der Kleinfeuerungsanlagen - Verordnung und unterliegen somit auch keiner zeitlichen Betriebsbeschränkung!

Die Bestimmung, dass offene Kamine nur "gelegentlich" betrieben werden dürfen, wurde in die Kleinfeuerungsanlagen - Verordnung aufgenommen, weil diese Feuerungsanlagen
- nicht dem Stand der Technik entsprechen, wenn sie ausschließlich oder überwiegend zur Wohnraumbeheizung eingesetzt werden und - in besonderem Maße zu erheblichen Belästigungen führen können

Der Begriff "gelegentlich" ist in jedem Falle dahingehend auszulegen, dass offene Kamine nicht regelmäßig und nicht ausschließlich zur Wohnraumbeheizung betrieben werden dürfen.

Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat die Anordnung der Überwachungsbehörde für einen einzelnen offenen Kamin, dass dieser an nicht mehr als an 8 Tagen je Monat für jeweils 5 Stunden betrieben werden darf, bestätigt.
Diese Anordnung kann jedoch nicht als bundesweit genereller Maßstab angesehen werden. Der Umfang der ggf. konkret anzuordnenden Betriebseinschränkungen hängt vielmehr von den Umständen des Einzelfalles ab. Diese Umstände haben die Überwachungsbehörden zu ermitteln und abzuwägen, ob und welche konkreten Betriebseinschränkungen angeordnet werden müssen.
Beurteilungen allein aufgrund von Schilderungen der Betroffenen oder einmalige Beobachtungen werden im Falle eines Verwaltungsstreitverfahrens vom Gericht in der Regel nicht als ausreichende Beweisführung angesehen.
Für eine Anordnung zur Festlegung der Betriebszeiten eines offenen Kamins bedarf es nicht der Feststellung von schädlichen Umwelteinwirkungen. Entscheidend ist vielmehr, ob der offene Kamin regelmäßig oder nur ab und zu bei besonderen Anlässen betrieben wird.


Grenzwerte der Abgasverluste

Ab dem 01.01.1998 müssen bei neuen oder wesentlich geänderten Öl- und Gasfeuerungsanlagen folgende Abgasverlustgrenzwerte eingehalten werden:


Nennwärmeleistung in KilowattNeue Grenzwerte für Abgasverluste
über 4 bis 2511 %
über 25 bis 5010 %
über 509 %


(ausgenommen Feuerungsanlagen zur Beheizung eines Einzelraumes bis 11 kW und zur ausschließlichen Brauchwassererwärmung bis 28 kW Nennleistung)

Bestehende Öl- und Gasfeuerungsanlagen müssen die neuen Grenzwerte erst nach einer Übergangszeit einhalten.
Die Übergangszeit ist abhängig von dem bei der Einstufungsmessung ermittelten Abgasverlust und der Nennwärmeleistung der Feuerungsanlage. Hohe Abgasverluste verkürzen die Übergangsfrist.


Zeitpunkt, ab dem die neuen Grenzwerte
von bestehenden Feuerungsanlagen einzuhalten sind


Bei der Einstufung ermittelter Abgasverlust
Nennwärme-
leistung in Kilowatt
bis 10 %bis 11 %bis 12 %bis 13 %über 13 %
über 4 bis 2501.11.200401.11.200401.11.200401.11.200201.11.2001
über 25 bis 5001.11.200401.11.200401.11.200201.11.200101.11.2001
über 50 bis 10001.11.200401.11.200201.11.200101.11.200101.11.2001
über 10001.11.200401.11.200201.11.199901.11.199901.11.1999


An Öl- und Gasfeuerungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 11 kW
(bei ausschließlicher Brauchwassererwärmung über 28 kW) ist die jährlich durchzuführende Messung gleichzeitig die Einstufungsmessung.
Die Messung hatte somit doppelte Bedeutung.
Neben der Einstufung wird wie in jedem Jahr überprüft, ob die Feuerungsanlage die bislang geltenden Grenzwerte entsprechend nachfolgender Tabelle einhält:


Geltende Abgasverlust-Grenzwerte
für Öl- und Gasfeuerungsanlagen
Nennwärmeleistung in Kilowatterrichtet bis 31.12.1982errichtet ab 01.01.1983errichtet ab 01.10.1988 / 03.10.1990 1)
über 4 bis 2515 %14 %12 %
über 25 bis 5014 %13 %11 %
über 5013 %12 %10 %


1) in den neuen Bundesländern

Bei Ölfeuerungsanlagen ist außerdem die Rußzahl begrenzt. Die Rußzahl ist ein Maß für die Emission staubförmiger Partikel und lässt Rückschlüsse auf die Verbrennungsgüte zu. Für Feuerungsanlagen mit Zerstäuberbrennern, die ab dem 01.10.1988 (bzw. 03.10.90 in den neuen Bundesländern) errichtet wurden ist die Rußzahl auf 1 begrenzt. Für Anlagen, die früher errichtet worden und Feuerungsanlagen mit Ölverdampfungsbrennern ist die zulässige Rußzahl 2.
Weiterhin dürfen die Abgase keine Ölderivate (unverbranntes Öl) enthalten.

Bei Öl- und Gasfeuerungsanlagen zur zentralen Beheizung mit einer Nennwärmeleistung zwischen 4 und 11 kW muss die Einstufungsmessung in den Jahren 1997 oder 1998 erfolgen. Sofern an einer Gasfeuerungsanlage eine Abgaswegüberprüfung mit CO-Messung durchzuführen ist, wird die Einstufungsmessung damit verbunden.

Abgasverlustberechnung
Der Abgasverlust (qA) wird nach folgender Formel berechnet:
qA = (tA - tL) * ((A2 / (21 - O2)) + B)

Es bedeuten:
qA = Abgasverlust %
tA = Abgastemperatur in °C
tL = Verbrennungslufttemperatur in °C
O2 = Sauerstoffgehalt in %


HeizölErdgas
A2 =0,680,66
B =0,0070,009


Das Ergebnis der Abgasverlustrechnung ist zu runden; Dezimalwerte bis 0,50 werden abgerundet, höhere Dezimalwerte aufgerundet. Das gerundete Ergebnis entspricht den Anforderungen der Verordnung, wenn der festgelegte Grenzwert für die Abgasverluste nicht mehr als um einen Prozentpunkt, bei Feuerungsanlagen mit Brenner ohne Gebläse nicht mehr als um zwei Prozentpunkte, überschritten wird. Übersteigt der Sauerstoffgehalt im Abgas 11 Volumenprozent, so erhöhen sich die Toleranzwerte auf das Eineinhalbfache.





Bundesland: Nordrhein-Westfalen
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

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